Gelungene Veranstaltung: Gute Arbeit - weltweit!

Veröffentlicht am 08.10.2018 in Aktuelles

v.l.n.r.: Lutz Berners, Nathalie Schaller, Ulrike Modery, Ute Vogt

Weltweit boomt der Handel und der Umsatz an Produkten steigt. Auch die Modebranche produziert immer mehr und lockt mit rasch wechselnden Kollektionen zu günstigen Preisen. Doch die Menge an gekauften Produkten darf keinesfalls als Zeichen globalen Wohlstands gewertet werden. Das wird verstärkt auch den Verbraucherinnen und Verbraucher bewusst. Für viele ist „shoppen“ kein Lebenszweck. Sie möchten wissen, unter welchen Bedingungen ihre Produkte hergestellt und geliefert werden. 

Die größten Probleme in der Textilbranche sind oft: schlechte Arbeitsbedingungen, giftige Chemikalien und ein zu hoher Rohstoffverbrauch. Dazu kommen die Klimaverschlechterung, Umweltzerstörungen und Ausbeutung ganzer Landstriche.

Daher habe ich bei meiner diesjährigen Veranstaltung im Rahmen der deutschlandweiten „Fairen Woche 2018“ den Schwerpunkt auf Produktion und Handel gelegt: Es ging um Verbesserungen entlang der Lieferketten, die faire Produktion von Kleidung, die Arbeiterinnen in Produktionsländern ihre Existenzen sichert, und es ging um berufliche Fortbildungen für Migrant*innen.

Im neu ausgestatteten „WeltRaum“ im Institut für Auslandsbeziehungen gab es den Dokumentarfilm „Mode schlägt Moral - Wie fair ist unsere Kleidung?“ zu sehen. Damit waren alle Teilnehmenden gleichermaßen im Thema drin und fit fürs Podium und die Diskussion mit den Gästen Lutz Berners, Ulrike Modery und Nathalie Schaller.

Lutz Berners der Geschäftsführende Gesellschafter der Berners Consulting GmbH berichtet, dass immer mehr Unternehmen ein Interesse daran haben, dass die Produktions- und Lieferketten transparent und nachhaltig sind und Arbeitsrechte gewahrt werden. Die Vorreiter, die diesen Standards entsprechen, müssen ihre Produkte allerdings teurer anbieten. Herr Berners plädiert deshalb für mehr gesetzliche Vorschriften, an die sich alle deutschen Firmen halten müssen.

Ulrike Modery arbeitet in der IHK Region Stuttgart in der Erstanlaufstelle zur Integration von Migrant*innen und Geflüchteten in den Arbeitsmarkt (KAUSA Servicestelle). Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die bereits Sprachkenntnisse besitzen und auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Die Servicestelle hilft den Geflüchteten nicht nur bei der Suche nach geeigneten Firmen, sondern steht den Firmen und den Auszubildenden während der gesamten Ausbildungszeit mit Rat zur Seite. Aktuell werden sage und schreibe 1.730 Personen betreut.

Nathalie Schaller die Gründerin des humanitären Modelabels [eyd] clothing wiederum hat Arbeitsplätze für Frauen zu fairen Bedingungen in einer Näherei in Mumbai geschaffen, die eine Chance auf einen Neuanfang bekommen. Die Geschichte ist so gut, dass ich empfehle sie hier nachzulesen. Auf der Website kann man natürlich auch gleich stöbern, wer allerdings lieber in den Laden geht: die Kleidungsstücke gibt es auch im Weltladen an der Planie, im Glore in der Eberhardstraße, im Loyale im Gerber und im greenality in der Fürstenstraße.

Die Teilnehmenden meiner Veranstaltung gaben mir vor allem positives Feedback, für die breit aufgestellten Referentinnen und des Referenten. Sie regten dazu an, sich mit verschiedenen Positionen zu befassen. Die Beiträge in der Diskussion drehten sich dann vor allem um die Frage: Was können wir für eine humane Arbeitswelt tun, die Leistung gerecht anerkennt und Chancen schafft? Nicht nur in Deutschland - weltweit!

 

Homepage Ute Vogt MdB

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