SPD Stuttgart-West

Mit Ulla Schmidt bei der Stuttgarter Lebenshilfe

Veröffentlicht am 26.03.2013 in Unterwegs

Mitarbeiterin der Stuttgarter Lebenshilfe, Ulla Schmidt und Ute Vogt

„Dich kenne ich aus dem Fernsehen“, mit diesem begeisterten Ausruf wurde unsere Bundestagskollegin Ulla Schmidt diese Woche in den Werkstätten der Stuttgarter Lebenshilfe am Löwentor empfangen.

Die ehemalige Gesundheitsministerin ist im Ehrenamt Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und hat ihren Antrittsbesuch beim Landesverband zu einem Vor-Ort-Termin zusammen mit Ute Kumpf und Ute Vogt genutzt. Es gab spannende Einblicke in die vielseitige Arbeit der Werkstatt. Nicht nur die Fertigung von Kerzen und dazugehörige Tonbehälter, auch Ventile für Daimler werden montiert oder Kugeln aus einer Großserie Kugellager ausgetauscht. An jedem Arbeitsplatz gibt es individuelle Hilfen und einige dieser Arbeitsplätze könnten genauso gut auch außerhalb der Werkstatt in einer Firma angesiedelt sein. Nach wie vor gibt es große Hemmschwellen von Seiten der Unternehmen bzw. große Unwissenheit über den Umgang mit Menschen mit Behinderung. Inklusion wollen zwar viele, aber die praktische Umsetzung geht nur schleppend voran. Jede Arbeitsstätte außerhalb der Werkstätten wird zusätzlich betreut. Ob Hausmeisterdienst in einem 6-Familienhaus, Hilfe auf der Jugendfarm oder gleich mehrere Plätze an einer Montageinsel in einer mittelständischen Firma – Einsatzmöglichkeiten gibt es vielfach. Mit etwas gutem Willen, Aufgeschlossenheit und der Bereitschaft die Arbeitsabläufe anzupassen ließen sich sicher weit mehr Arbeitsangebote schaffen. Zu befürchten ist allerdings, dass dies in Deutschland noch eine Weile dauert. Sind wir es bislang doch gewohnt in getrennten Welten zu leben, zur Schule zu gehen und zu arbeiten. Wenn Inklusion von Kind an selbstverständlich wird und unsere Kindergärten und Schulen für alle gleichermaßen offen stehen, dann wird sich dieses selbstverständliche Zusammenwirken mit Sicherheit auch in der Arbeitswelt leichter fortsetzen lassen. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun und wir haben als nächsten Schritt einen weiteren Besuch, dann mit unserer Sozialministerin Katrin Altpeter, in Planung.

Homepage Ute Vogt MdB

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