Räume für Musik

Veröffentlicht am 11.06.2015 in Standpunkte

Die Diskussion um die Baumaßnahmen für die Wagenhallen verengt sich zusehends auf die Frage, ob man die avisierten 30 Millionen Euro in die Hand nimmt oder nicht, um die dringend notwendigen Brandschutzmaßnahmen umzusetzen. 

Natürlich lässt sich nach dem Muster hopp oder top diskutieren. Aus dem Blick gerät dabei aber die Frage, welchen Bedarf wir im Bereich der Musik insgesamt in der Stadt haben.

Nicht bestritten wird sicherlich, dass wir für unser kulturell so reichhaltiges Angebot zu wenig Raum haben. So wie die Freie Szene oder das Film- und Medienhaus auf Raumsuche sind, so sind es Veranstalter, Künstlerinnen und Künstler der klassischen wie auch der Unterhaltungsmusik. 30 Millionen kostet der vorliegende Vorschlag, um letztlich den Status quo aufrechtzuerhalten. Wenn überhaupt.

Der Punkt, ob die dann so grundlegend überarbeiteten Wagenhallen noch die Wagenhallen sind, die wir zu retten hoffen, darf bezweifelt werden. Was bleibt, wenn der Charme des rauen Industriegebäudes verloren geht? Bietet es sich in dem Fall nicht an, den Blick zu weiten und nach Alternativen Ausschau zu halten?

Wir könnten und sollten die nun längst fällige Diskussion führen, welchen Bedarf die E- und die U-Musik haben. Lassen sich in diesem Zusammenhang nicht auch vereinte Räume für Musik denken? Möglicherweise angedockt an ein größeres Kongress- und Veranstaltungszentrum. Klar ist selbstverständlich, dass sich nicht alles ergänzt; manche Nutzung schließt sich eher aus, als dass sie eine Bereicherung für die Gäste ist.

Es lohnt aber, die an verschiedenen Ecken und Enden evident gewordenen Bedarfe nach guten Räumen nicht nur isoliert lösen zu wollen, sondern in einem Gesamtkonzept. Die Synergien, die sich daraus ergeben könnten, lägen möglicherweise nicht nur in der Bausubstanz – Kunst inspiriert auch Kunst.

Dejan Perc

 

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