Sprache ist der Schlüssel zur Integration

Veröffentlicht am 04.07.2019 in Unterwegs
Die 15 Kursteilnehmerinnen gruppieren sich mit ihrer Sprachlehrerin und Ute Vogt im begrünten Hof.
Demnächst ist Prüfung - ich drücke allen die Daumen, dass sie gut bestehen (Foto: AWO Stuttgart)

Ich besuchte starke Frauen beim Integrationskurs der AWO: 15 Frauen, die meisten mit kleinen Kindern, nutzen die Chance, bei der Arbeiterwohlfahrt den Kurs B 1 zu besuchen. Jeweils an vier Wochentagen, rund eineinhalb Jahre lang, gesamt 900 Stunden wird gemeinsam gelernt.

Oft beginnend bei Null - mit Händen und Füßen - bis hin zur großen Hürde, nämlich des Schriftdeutschen. Weil auch zwei Teilnehmerinnen Geburtstag hatten, gab es ein Frauenfrühstück in lockerer Runde. 
Das Plus ist die parallele Kinderbetreuung, die überhaupt erst die Teilnahme am Kurs ermöglicht. Daher ist die Nachfrage groß. Vom Senegal bis Ukraine, von Iran bis Japan, von Afghanistan bis Syrien - sie kommen aus den verschiedensten Ecken der Weltkarte, mit all ihren Erfahrungen und kulturellen Hintergründen - und jetzt büffeln sie Seite an Seite und geben sich gegenseitig Unterstützung und Kraft. Gerade auch dieser Austausch ist es, der die Frauen motiviert und antreibt. Die meisten streben eine Ausbildung an. Sie möchten später einen Arbeitsplatz haben mit all dem Miteinander und den Kontakten, die dazugehören.
Ute Vogt berichtet von ihrer Tätigkeit als Abgeordnete und ihrem Werdegang. Die Frauen berichten von Erfahrungen mit der Wohnungssuche (schwierig!) oder über die Erfolge der Kinder an den Schulen, von ihren Hobbies und von den Eindrücken und Erlebnissen, die sie haben. Stuttgart als Stadt kommt dabei gut weg. 
Die Kursleiterin, die vor 25 Jahren selbst aus der Sowjetunion nach Deutschland gekommen ist, wünscht sich, wie die Teilnehmerinnen, vor allem eines: mehr Zeit und eine längere Kursdauer, um noch individueller auf die einzelnen eingehen zu können. ​
Auch 100 Jahre nach Gründung der Arbeiterwohlfahrt durch Marie Juchacz leistet die AWO jeden Tag aufs Neue ihren Beitrag für ein besseres gesellschaftliches und menschliches Miteinander. Über die Einladung, mit meiner heutigen "Zeitspende" im Rahmen des Jubiläums mitzumachen, habe ich mich sehr gefreut. 

 

Homepage Ute Vogt MdB

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