Start der Initiative für mehr "Tierwohl"

Veröffentlicht am 17.09.2014 in Pressemitteilungen

Wir begrüßen außerordentlich, dass Landwirtschaftsminister Schmidt die Probleme beim Tierschutz aufgreift. Eine weitere – zweijährige! - Diskussionszeit ist allerdings absolut überflüssig. Das wäre ein Moratorium des Missstandes. Die Probleme sind bekannt, die Lösungen auch. Deshalb sind wir bereit, mit Minister Schmidt das Tierschutzgesetz auf den neuesten Stand zu bringen. Je zügiger, desto besser.

Bei der letzten Novelle der schwarz-gelben Koalition zum Tierschutzgesetz wurde die Chance vertan, längst Bekanntes zum Wohl der Tiere gesetzlich zu verankern. Tiere an die Haltungssysteme anzupassen ist nach wie vor möglich. Was als Ausnahme gedacht war, ist längst die Regel: z.B. betäubungsloses Schnäbelstutzen der Legehennen, Schwänze kupieren beim Schwein, Enthornen der Rinder. Selbst der unsinnige Heißbrand bei Pferden ist im Tierschutzgesetz geblieben. Qualzuchten im Heimtier- und landwirtschaftlichen Bereich wurden nur unzureichend definiert.

Die gesetzliche Grundlage für ein bundeseinheitliches Prüf- und Zulassungsverfahren gibt es auf unsere Initiative schon seit Jahren. Es fehlt die Durchführungsverordnung. Das könnte schnell gehen. Wir stehen dabei gerne unterstützend zur Seite.

Die gesellschaftliche Akzeptanz für landwirtschaftliche Tierhaltung ist so nicht wiederherzustellen. Der „Kompetenzkreis Tierwohl“, den Minister Schmidt jetzt einrichten wird, ist eine Chance, Lösungen für Langfristprobleme wie die Tierzucht zu erarbeiten. Denn so werden z.B. jedes Jahr  rund 40 Millionen männliche Küken geschreddert oder vergast, weil sie nicht zum Mästen geeignet sind. Hier kann über die Zucht von Zweinutzungsrassen Abhilfe geschaffen werden. Das braucht Zeit und politische Signale.

Wir plädieren also dafür, schnell die bekannten Lösungen rechtlich zu verankern und langfristige Projekte z.B. im Bereich Tierzucht und Wertschätzung des Lebensmittels Fleisch im gesellschaftlichen Dialog zu lösen. Es gibt viele Vorarbeiten, auf die wir zurückgreifen können. Unsere Unterstützung ist dem Minister gewiss.

 

Homepage Ute Vogt MdB

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